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Mit dem Hausboot ins Po Delta sowie in die Lagune von Venedig und durch den Brentakanal

hausboot 2017   Leuchtturm Faro di Gorino

Letztes Jahr hatten wir erstmals Erfahrungen mit einem Hausboot gemacht und waren voll begeistert davon!
So lag es nicht fern auch für dieses Jahr wieder ein Hausboot zu chartern.
Diesesmal sollte es von "Chioggia" weiter südlich ins "Po Delta" gehen. Die Lagune von Venedig musste aber auch in diesem Jahr befahren werden, da auch der Rest der Familie in diesem Jahr mit an Bord war. Daher musste auch ein etwas größeres Boot her, es wurde eine Pénichette Terrasse P.1500R namens "Pellestrina"!

Heuer war auch die Planung etwas leichter, wir wussten bereits wie lange man für eine bestimmte Strecke benötigt, also GPS-Track gezeichnet, Kilometer und Fahrzeit berechnet - fertig?
Nicht ganz, denn auch diesmal waren die Informationen über Anlegemöglichkeiten recht spärlich im voraus zu finden und die typischen Hausbootfahrer sind wir auch nicht. Denn für ein Mittagessen an Bord legen wir nicht an. 

Tag 1: Der Plan für diesen Tag war die Anreise nach "Chioggio", das Boot übernehmen und damit noch Heute ins "Po Delta" fahren. Die Dame vom Bootsverleiher wollte uns jedoch überzeugen eine Nacht in Chioggio zu verbringen und erst morgen los zu fahren. Sie merkte aber bald dass dieser Vorschlag nichts für uns ist und so ging es gegen 16:00 Uhr los.
Ohne Wartezeit konnten wir die Schleusen bis zum Po durchfahren und erreichten diesen gegen 19:00 Uhr.
Anleger in Taglio di Po  Am Po bei Taglio di Po
Für die Übernachtung hatten wir zwei Möglichkeiten geplant, einmal an einem öffentlichen Anleger am Po bei "Taglio di Po" bzw. gleich gegenüber in der "Marina Po di Venezia". Der öffentliche Anleger war frei, machte einen sehr guten Eindruck und wir waren uns gleich einig, dass wir hier die Nacht verbringen werden.

Tag 2: Heute sollte es weiter am Po entlang zum "Po delle Tolle" gehen und weiter nach "Barricata" wo wir eigentlich in der Marina übernachten wollten.

Da uns die Strömung am Po sehr rasch an unser Tagesziel brachte und die Marina ziemlich voll war, fuhren wir gleich weiter zum Leuchtturm von "Faro di Gorino", unser geplantes Mittagessen im Restaurant beim Leuchtturm entfiel, da das Restaurant geschlossen hatte. Das Restaurant auf der gegenüberliegenden Seite hatte ebenfalls geschlossen. Also fuhren wir am "Po di Goro" wieder nordwärts um bei einer weiteren Anlegemöglichkeit zu übernachten. Wir schafften es jedoch zeitlich ohne Probleme direkt wieder zurück zum Po, wo wir bei einem öffentlichen Anleger bei "Serravalle" anlegten. Auch hier bekamen wir beim nächst gelegenen Restaurant nichts, da dieses ende Mai noch nicht geöffnet hatte. Die Pächter vom Fischercamp gaben uns aber den Tipp direkt im Ort "Serravalle" zu schauen, aber auch hier gab es am Abend nichts mehr zu essen.
Also haben wir in einem Supermarkt frisches Fleisch zum Grillen besorgt (Griller hatten wir ja mit) und machten es uns beim Anleger gemütlich. Etwas später gesellten sich die Pächter (kommen aus Linz) des Fischercamps noch zu uns und es wurden einige Flaschen geleert.
Beim Leuchtturm Faro di Gorino   Unser Hausboot beim Anleger in Serravalle

Tag 3: Heute ging es vom Po in die Lagune von Venedig, wir legten am Nachmittag in "Pellestrina" direkt vor der Kirche "Santuario della Madonna dell´Apparizione" an und begaben uns auf die andere Seite der Landzunge ans Meer.
Julian ging wie im Vorjahr gleich eine Runde schwimmen, er sammelte fleißig Muscheln welche später gekocht wurden, schmeckten lecker!
Das geplante Abendessen bei "da Celeste" wie im Vorjahr war uns leider nicht vergönnt - Ruhetag. Jedoch war gleich in der Nähe ein weiteres Restaurant, also war der Abend gerettet und wir mussten nicht selber kochen.
In Pellestrina   Am Strand bei Pellestrina

Tag 4: Weiterfahrt nach Venedig, jedoch fuhren wir vorher noch zur "Insel Poveglia", vielfach auch als Geisterinsel benannt. Auf unserer Karte ist bei dieser Insel auch ein kleiner Kanal eingezeichnet mit einer Anlegemöglichkeit, diesen haben wir jedoch gemieten, sehr Hausboottauglich erschien er uns nicht. Wir haben uns dort einige Stunden teilweise durch den Dickicht gearbeitet und konnten so einiges entdecken. Julian hat dort auch Austern gefunden und gleich mitgenommen und später verspeist.
Insel Poveglia   Insel Poveglia  

Danach ging es vorbei an Venedig zur Insel "Sant Erasmus" wo wir einen kleinen Rundgang machten, denn wir hatten ja noch viel Zeit übrig. Von der Insel "Sant Erusmus" fuhren wir dann nach Venedig wo wir in der "Marina St. Elena" anlegten und unsere Wasservorräte auftankten.
Wir fanden gleich in der Nähe der Marina ein vernünftiges Restaurant und genossen unser Abendessen, danach ging es auf den Markusplatz wo wir einige Zeit verbrachten, hier wiederholte Julian sein Taubenfangen vom letzten Jahr. Jonas musste todmüde zum Boot getragen werden und Julian fuhr ferngesteuert mit seinem Scooter zum Boot zurück.
Venedig in der Abenddämmerung   Julian und seine Taube
Schon beim Ablegen von der Geisterinsel war uns klar, dass wir noch viel Zeit hatten, denn eingeplant war neben "Venedig" nur noch "Murano" und "Burano". Uns blieben daher noch 1 1/2 Tage übrig und die wollten wir mit Bootfahren verbringen.
Am Abend haben wir dann beschlossen dass wir wie im Vorjahr den Brentakanal befahren sollten, dieser lohnt sicher ein zweites mal! "Padua" würde sich nicht ausgehen aber bis "Stra" sollten wir es schaffen.
Insel Saint Erasmus

Tag 5: Eigentlich wollten wir um 08:00 Uhr ablegen, aber das Büro in der "Marina St. Elena" öffnet erst um 09:00, kurz nach 09:00 waren die Formalitäten erledigt und wir konnten losfahren.
Wir fuhren am Markusplatz vorbei in Richtung "Fusina" wo der Brentakanal beginnt. Die Schleuse wurde diesmal mit bravour gemeistert. Der Schleusenwärter verständigte auch gleich die zuständigen Personen für die weiteren Brücken und Schleusen bis nach "Stra". Dadurch waren wir gegen 14:00 in Stra angelangt und legten kurz nach der "Villa Pisani Nazionale" neben einem für kommerzielle Boote gekennzeichneten Steg an. Über recht morsche Bretter ging es an Land um die "Villa Pisani Nazionale" zu besichtigen.

Nach der Besichtigungstour ging es am Brentakanal wieder retour bis nach "Fiesso d´Artico", wo wir bereits bei der Hinfahrt einen passenden Anleger gesichtet hatten. Der Griller wurde angeworfen und wir hatten ein vorzügliches Abendessen. Julians Muscheln welche er bei "Pellestrina" geerntet hatte landeten im Kochtopf, sowie die Austern von der Geisterinsel am Griller. Von den Austern blieb für uns nichts übrig, gnädigerweise gab es einige Muscheln zum kosten.
Steg in Stra, ob er wohl hält

Tag 6: Zeitiges ablegen in "Fiesso d´ Artico", kurz danach saß ein kommerzielles Ausflugsboot vor einer Brücke fest, da diese nicht angehoben werden konnte. Wir konnten uns jedoch an diesem vorbeizwängen und konnten die beweglichen Brücken bis nach "Malcontenta" problemlos passieren. Durch das verspätete Boot wurden wir jedoch in "Malcontenta" zu 1 Stunde Wartezeit verdonntert, da die Brückenwärter keine Zeit hatten uns die Brücke zu öffnen. Als auch diese Brücke passiert war, konnten wir Problemlos bis nach "Burano" weiter fahren wo wir gegen 15:00 anlegen konnten.
In Burano gibt es je nach Hausbootvermieter reservierte Anlegeplätze, hier blockierte ein Boot eines anderen Anbieters unseren Anlegeplatz, also mussten auch wir Fremdparken. In der Hochsaison dürfte dies zu Problemen und Konflikten führen.
Mit dem "Vaporetto" fuhren wir dann für einen Rundgang nach "Murano". Danach ging es mit dem "Vaporetto" wieder retour nach "Burano".

Am Abend machten wir einen Spaziergang durch "Burano". Bereits bei unserem Rundgang haben wir ein passendes Restaurant gefunden und gleich einen Tisch für uns reservieren lassen. Den Tisch haben wir dann wie vereinbart bekommen, außer der Speisekarte bekamen wir dort allerdings nichts. Gäste welche nach uns kamen wurden bedient, wir wurden nicht einmal nach unserem Getränkewunsch gefragt. Trotz vorheriger Reservierung keine Bedienung, dazu findet man mehrere Hinweise im Internet! Nach langer Wartezeit haben wir das Lokal gewechselt und wurden im Restaurant Galuppi sofort bedient. Das Essen war ausgezeichnet und die Bedienung war ebenfalls sehr nett. Da die Kellner in diesem Restaurant aus Thailand kommen, konnten wir uns mit Ihnen sehr nett über unsere Urlaube in Thailand unterhalten und es gab dafür noch ein paar extra Runden Schnaps.
Burano   hausboot 2017 090 20170607 1309282342

Tag 7: Letzter Tag - Rückfahrt nach Chioggia
Gegen 08:00 Uhr machte ich mich nochmals für einen Rundgang durch "Burano" auf, um diese Zeit gibt es kaum Touristen, die Gassen sind fast menschenleer und man kann die Schönheit "Buranos" in aller Ruhe genießen.
Nach rund 4 Stunden Fahrzeit erreichten wir gegen 13:00 Uhr "Chioggia" und baten telefonisch um einen früheren Rückgabetermin, unser Wunsch wurde vorerst abgelehnt da niemand Zeit hätte.
Doch ein anderer Mitarbeiter übergab gerade ein anderes Boot und bei ihm konnten wir auf Anfrage auch unser Boot retour geben, so konnten wir gegen 14:30 die Heimreise antreten. Diese endete jedoch rund 25 Kilometer vor Udine in einem Stau wo wir gleich 2 Stunden verloren.

Fahrzeiten:
Tag 1: 3:25         30,8 Kilometer
Tag 2: 9:18         91,7 Kilometer      Hier hilft die Strömung des Po gewaltig mit!
Tag 3: 4:07         47,9 Kilometer
Tag 4: 3:00         29,8 Kilometer
Tag 5: 4:12         36,6 Kilometer
Tag 6: 4:34         42,3 Kilometer
Tag 7: 3:42         37,2 Kilomter

zu den Fotos der Hausboottour  

zum Bericht der Hausboottour 2016

Unsere Reiseroute:
Hausboot-Lagune-Venedig-2016

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