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Madeira 2026

Nach unserem ersten Aufenthalt auf Madeira im vergangenen Jahr, bei dem wir die Insel von Ost nach West zu Fuß durchquerten, waren wir von ihrer landschaftlichen Vielfalt und Schönheit begeistert.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings: Der PR1, einer der bekanntesten und spektakulärsten Wanderwege Madeiras, war nach den Waldbränden des Jahres 2024 gesperrt. Da dieser Weg für viele Besucher zu den absoluten Highlights der Insel zählt, stand für uns schnell fest, dass es nicht bei einem einzigen Madeira-Besuch bleiben würde.

Anfang Dezember 2025 häuften sich die Berichte, dass der PR1 rechtzeitig zum Insellauf im April wieder geöffnet werden sollte. Damit war die Entscheidung gefallen: Flug, Unterkunft und Mietwagen wurden gebucht. Anders als im Vorjahr organisierten wir diesmal die gesamte Reise selbst.

Diese Art des Reisens bedeutet zwar einen deutlich höheren Planungsaufwand, bietet dafür aber wesentlich mehr Flexibilität. Trotz einiger kleiner Herausforderungen wurden wir am Ende reichlich belohnt.

Auch in personeller Hinsicht gab es eine Neuerung: Zum ersten Mal begleitete mich meine Frau auf einer Wanderreise. Am Ende war sie überglücklich, diese Reise gemacht zu haben – und teilte meine Begeisterung für Madeira in jeder Hinsicht.

Los geht es zur Wiederholungstat 😂

Wie sich herausstellen sollte, war die Umsetzung unseres Vorhabens deutlich komplizierter als ursprünglich erwartet. Dafür gab es mehrere Gründe:

  • Die Wiedereröffnung des PR1 wurde mehrfach verschoben, was die Reiseplanung zeitweise erschwerte. Glücklicherweise blieb es am Ende beim ursprünglich angekündigten Termin.
  • Die Gebühren für die Nutzung der PR-Wanderwege wurden erhöht. Die Anpassung fiel jedoch moderat aus und hat uns nicht weiter gestört.
  • Zudem wurde ein neues Online-Buchungssystem für die PR-Wanderwege eingeführt. Seitdem müssen sowohl der Tag als auch ein konkretes Zeitfenster im Voraus reserviert werden. Das sorgt zwar für eine bessere Besucherlenkung, macht die Planung einer Wanderreise jedoch deutlich aufwendiger. Niemand kann zuverlässig vorhersagen, wie das Wetter in einer Woche sein wird – geschweige denn in einem oder zwei Monaten. Genau diesen Vorlauf benötigt man derzeit jedoch, um die erforderlichen Tickets für bestimmte PR-Wanderwege zu buchen. 😡

Am 24. Mai 2026 konnten wir planmäßig mit einem Direktflug von Wien nach Madeira abheben. Der Flug mit der AUA verlief zunächst völlig problemlos – bis wir uns dem Flughafen von Madeira näherten.

Der Flughafen ist für seine oft starken Seitenwinde bekannt. Nicht selten erhalten Flugzeuge keine Landeerlaubnis oder müssen den Landeanflug im letzten Moment abbrechen. In solchen Fällen folgen meist weitere Anflugversuche. Im ungünstigsten Fall bleibt sogar nur die Rückkehr zum Ausgangsflughafen und ein neuer Anlauf mit einem späteren Flug.

Diesmal traf es auch uns: Kurz vor der Landung startete das Flugzeug wieder durch. Damit durften wir erstmals ein sogenanntes „Go-Around“ live miterleben. Rückblickend war das deutlich weniger dramatisch, als wir es uns vorgestellt hatten – selbst meine Frau blieb erstaunlich gelassen.

Nach einigen zusätzlichen Schleifen vor der Küste Madeiras wurde ein weiterer Landeversuch unternommen. Dieser war schließlich erfolgreich, und wir konnten sanft auf der Landebahn aufsetzen.

Ganz reibungslos verlief die Ankunft dennoch nicht. Von unseren vier Gepäckstücken tauchten zunächst nur drei am Förderband auf. Erst nach einer kurzen Suchaktion des Flughafenpersonals wurde auch das vierte Gepäckstück gefunden und uns übergeben. Natürlich hatte es ausgerechnet den Koffer meiner Frau getroffen. 😂

Anschließend ging es zum Treffpunkt unserer Autovermietung. Auch dort mussten wir etwas Geduld mitbringen, wurden dafür aber mit einem sehr ordentlichen Mietwagen belohnt. Auf Madeira ist ausreichend Motorleistung nämlich kein Luxus, sondern durchaus sinnvoll. Mit einem Fahrzeug um die 70 PS kann die Insel mit ihren zahlreichen steilen Straßen schnell zur Herausforderung werden.

Der Check-in in unserer Unterkunft der Quinta da Casa Branca war danach rasch erledigt. Anschließend machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Nach einem letzten Blick auf den Wetterbericht und dem Abgleich unserer To-do-Liste stand auch der Plan für den nächsten Tag fest.

 Fotos von der Quinta da Casa Branca

Quinta da Casa Branca   Quinta da Casa Branca   Quinta da Casa Branca

Mehr Fotos von der Quinta da Casa Branca gibt es in der Fotogalerie

25.05.2026: Anhand des Wetterberichts hatten wir bereits am Vorabend entschieden, unsere Reise mit der Kombination aus Levada do Moinho und Levada Nova zu beginnen. Der auf den Wanderkarten eingezeichnete Parkplatz bei der Kirche in Lombada war – wenig überraschend – bereits vollständig belegt. Daher stellten wir unser Fahrzeug in einer nahegelegenen Seitenstraße ab und gingen zurück zur Kirche, wo sich der Einstieg zur Levada do Moinho befindet.

Zunächst folgten wir der Levada do Moinho tief ins Tal hinein. Die schön angelegte Levada führt durch eine wunderschöne Landschaft und zählt für uns zu den besonders reizvollen Wanderungen der Insel. Am Ende der Levada angekommen, erkundeten wir noch das Einzugsgebiet mit der Staumauer, bevor wir zur höher gelegenen Levada Nova aufstiegen.

Die beiden Levadas verlaufen über weite Strecken nahezu parallel zueinander und unterscheiden sich lediglich um etwa 80 Höhenmeter. Für mich gehört diese Kombination zu den interessantesten Levadawanderungen auf ganz Madeira.

Vor allem die Levada Nova bietet außergewöhnlich viel Abwechslung. Tunnel, Wasserfälle und spektakuläre Wegabschnitte wechseln einander ständig ab. An einigen Stellen fehlen Geländer vollständig oder sind beschädigt, wodurch der Weg teilweise recht ausgesetzt verläuft. Für Menschen mit Höhenangst ist diese Wanderung daher nur bedingt geeignet. Trittsicherheit ist hier auf jeden Fall Voraussetzung.

Nach der Wanderung fuhren wir weiter nach Ponta do Sol. Dort spazierten wir durch einen Tunnel der alten Küstenstraße, vorbei an einem Wasserfall, bis zum Restaurant 90°. Nach den ersten beiden Levadas unserer Reise hatten wir uns eine ausgiebige Stärkung mehr als verdient.
Streckenlänge der beiden Levadas: ca. 10 Kilometer
Zeitbedarf: 3-4 Stunden bei sehr gemütlichem Tempo

 Fotos von der Levadawanderung entlang der Levada de Moinho und Levada Nova

Bei der Kirche in Lombada ist der Beginn unserer Levadawanderung   Levada de Moinho und Levada Nova   Levada de Moinho und Levada Nova   Levada de Moinho und Levada Nova

Levada de Moinho und Levada Nova   Levada de Moinho und Levada Nova   Levada de Moinho und Levada Nova   

Mehr Fotos von der Levadawanderung gibt es in der Fotogalerie


 Route der Wanderung auf der Karte:


26.05.2026: Heute wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen und fuhren hinauf nach Fanal zum berühmten „Zauberwald“. Leider hatten wir diesmal mit dem Wetter Pech – statt mystischer Nebelschwaden erwartete uns strahlender Sonnenschein. Ja, auch das gibt es auf Madeira.

Der uralte Lorbeerwald entfaltet seinen ganz besonderen Zauber erst, wenn Nebel oder tief hängende Wolken zwischen den Bäumen hindurchziehen. Bei schönem Wetter verliert die Landschaft etwas von ihrer geheimnisvollen Atmosphäre.

 Fotos von Fanal - Zauberwald

Fanal - Zauberwald   Fanal - Zauberwald   Fanal - Zauberwald   Fanal - Zauberwald 

 Fanal - Zauberwald - Marge 

Mehr Fotos vom Zauberwald gibt es in der Fotogalerie

Im Vorjahr hatte ich das Glück, Fanal bei Nebel zu erleben – kein Vergleich zu diesem Jahr. Fotos vom Vorjahr gibt es hier.

Anschließend führte uns unser Weg an die Nordwestküste zur Teleférico das Achadas da Cruz, der steilsten Seilbahn Europas außerhalb der Alpen. Bei unserer Ankunft war der Parkplatz bereits voll, sodass wir etwas weiter oben parken und ein Stück bergab zu Fuß gehen mussten. Für unser Mietauto war das vermutlich die bessere Wahl, denn weiter unten lag bereits der Geruch überhitzter Kupplungen in der Luft.

Mit einer Wartezeit von rund 30 Minuten hielt sich der Andrang in Grenzen. Unten angekommen, spazierten wir entlang der Küste und stärkten uns in einem kleinen Café mit Getränken und einer Jause, bevor wir die Rückfahrt mit der Seilbahn antraten.

 Fotos von der Seilbahn Teleférico das Achadas da Cruz

Seilbahn Achadas da Cruz   Seilbahn Achadas da Cruz   Achadas da Cruz   Achadas da Cruz

Achadas da Cruz   Achadas da Cruz   

Mehr Fotos von von der Seilbahn Teleférico das Achadas da Cruz gibt es in der Fotogalerie

Der nächste Halt war Porto Moniz mit seinen berühmten Naturpools, in denen man bei einer Wassertemperatur von etwa 19 °C schwimmen kann 😱. 

In Porto Moniz gibt es zwei Naturpools vulkanischen Ursprungs, die kontinuierlich mit frischem Atlantikwasser gespeist werden. Eine der Anlagen ist kostenlos zugänglich, bietet jedoch weder Duschen noch Umkleidemöglichkeiten. Die zweite Anlage ist kostenpflichtig, dafür stehen dort Duschen und Umkleiden zur Verfügung. Der Eintritt beträgt 3 Euro und ist angesichts des zusätzlichen Komforts durchaus angemessen.

Die Parkplätze direkt bei den Naturpools sind kostenpflichtig. Wer etwa zehn Minuten Fußweg in Kauf nimmt, findet jedoch auch kostenlose Parkmöglichkeiten.

 Fotos von den Vulkanbecken in Porto Moniz

Vulkanbecken in Porto Moniz   Vulkanbecken in Porto Moniz   Vulkanbecken in Porto Moniz - bei 19° Wassertemperatur mach das Schwimmen richt spaß!   
mehr Fotos von Porto Moniz gibt es in der Fotogalerie

Nicht weit von Porto Moniz entfernt liegt der kleine Ort Ribeira da Janela. Direkt an der Küste führt ein kurzer Tunnel ans Meer, Parkplätze befinden sich unmittelbar davor. Am Ende des Tunnels eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf den Ilhéu da Ribeira da Janela – zwei markante Felsen im Meer, die bereits als Filmkulisse dienten.

 Fotos von den Ilhéu da Ribeira da Janela

Ilhéu da Ribeira da Janela   Ilhéu da Ribeira da Janela   Ilhéu da Ribeira da Janela   Ilhéu da Ribeira da Janela

Ilhéu da Ribeira da Janela   Ilhéu da Ribeira da Janela

Mehr Fotos vonRibeira da Janela gibt es in der Fotogalerie

Den Abschluss des Tages bildete ein kurzer Aufenthalt in Seixal, wo wir noch den bekannten schwarzen Sandstrand besuchten, sowie ein kleiner Abstecher nach São Vicente wo wir im "Restaurant Caravela" zu Abend aßen. 

 Fotos von Seixal und São Vicente

Seixal   Seixal   Seixal - schwarzer Sandstrand

São Vicente

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27.05.2026: Heute sollte es wieder etwas sportlicher werden, so fuhren wir nach Sao Jorge wo sich der PR18 - die Königslevada befindet.
Zuvor machten wir jedoch noch einen Besuch beim Aussichtspunkt "Câmara de Lobos", von wo man einen genialen Blick ins Nonnental hat. 

 Fotos vom Nonnental

Aussichtspunkt Cural das Freiras - Nonnental   Aussichtspunkt Cural das Freiras - Nonnental   Aussichtspunkt Cural das Freiras - Nonnental   Aussichtspunkt Cural das Freiras - Nonnental - diesen Typ trifft man fast immer einmal auf Madeira

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Ein Ticket für den PR18 zu ergattern ist zum Glück kein Problem, wir haben unseres am Parkplatz gebucht und konnten bei der Kontrolle problemlos passieren.
Die Königslevada führt fast die ganze Zeit im Wald entlang, bietet aber immer wieder Ausblicke auf Santana und Sao Jorge.
Bei dieser Levada sind einige Tunnel , daher unbedingt eine Stirnlampe oder Taschenlampe mitnehmen. Oft steht auch Wasser auf den Wegen und in den Tunnel, daher unbedingt festes knöchelhohes Schuhwerk anziehen.
Auch ein ordentlicher Regenschutz gehört hier zur Ausrüstung, gegen Ende der Wanderung muss man unter einem Wasserfall durchgehen, ohne Regenschutz wird man ordentlich nass. 

Streckenlänge: 10,6 Kilometer

 Fotos von der Königslevada - PR18

Königslevada - PR18   Königslevada - PR18   Königslevada - PR18   Königslevada - PR18 

 Königslevada - PR18   Königslevada - PR18 

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 Route der Wanderung auf der Karte:


28.05.2026: Dieser Tag stand ganz im Zeichen von Funchal.

Zunächst erkundeten wir bei einem gemütlichen Rundgang das historische Stadtzentrum mit der Kathedrale, dem Mercado dos Lavradores und der charmanten Rua de Santa Maria mit ihren kunstvoll bemalten Haustüren – ein absolutes Highlight und definitiv sehenswert.

 Fotos von der Rua de Santa Maria -Projecto artE pORtas abErtas

Projecto artE pORtas abErtas   Projecto artE pORtas abErtas   Projecto artE pORtas abErtas   Projecto artE pORtas abErtas
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Anschließend ging es mit der Teleférico Funchal–Monte hinauf nach Monte. Von dort fuhren wir mit der Teleférico do Jardim Botânico hinunter zum Botanischen Garten, den wir bei einem ausgedehnten Spaziergang erkundeten und in aller Ruhe genossen.

 Fotos vom Botanischen Garten in Funchal

Funchal - Botanischer Garten   Funchal - Botanischer Garten   Funchal - Botanischer Garten   Funchal - Botanischer Garten
Mehr Fotos vom Botanischen Garten in Funchal gibt es in der Fotogalerie

Danach brachte uns die Seilbahn wieder hinauf nach Monte, wo schließlich die geplante Korbschlittenfahrt auf dem Programm stand. Ich hatte dieses besondere Erlebnis bereits im vergangenen Jahr genießen dürfen, für den Rest unserer Gruppe war es hingegen eine gelungene Premiere.

Nach der rasanten Fahrt ging es über die steile Straße zurück ins Zentrum von Funchal, wo wir den ereignisreichen Tag bei einem wohlverdienten Abendessen in der Rua de Santa Maria gemütlich ausklingen ließen.

 Fotos aus Funchal

Korbschlittenfahrt   Korbschlittenfahrt   CR7 Museum 

 Funchal   Mercado dos Lavradores
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29.05.2026: PR1 Vereda do Areeiro
Der lang ersehnte Tag ist endlich gekommen: Mit dem Taxi fahren wir hinauf zum Pico do Arieiro, der mit seinen 1.818 Metern der dritthöchste Berg Madeiras ist. 
Hier beginnt auch der PR1, einer der bekanntesten Wanderwege der Insel, der zum Pico Ruivo führt. Mit 1.862 Metern ist dieser der höchste Gipfel Madeiras.

Die Wanderung begeistert mit einer spektakulären Landschaft und einem eindrucksvollen Wegverlauf entlang schroffer Bergkämme und durch Tunnel. Sie zählt zweifellos zu den schönsten Touren der Insel und sollte bei einem Madeira-Besuch nicht fehlen.
Auf der Strecke sind einige Tunnel, daher immer eine Stirnlampe oder Taschenlampe bereit halten. Unterschätzen sollte man den PR1 jedoch nicht, da der erste Teil des Weges bergab führt muss man auf der anderen Seite die verlorenen Höhenmeter wieder gut machen.
Am Ende kommen gut 400 Höhenmeter im Aufstieg und 600 Höhenmeter im Abstieg zusammen.
Kurz unterhalb des Gipfels befindet sich die Casa de Abrigo do Pico Ruivo, eine Berghütte, in der man sich vor den letzten Höhenmetern noch einmal stärken kann, erwartet euch jedoch nicht zu viel von dieser Hütte.

Nach dem Gipfelerlebnis führt der Weg in etwa einer Stunde hinunter zum Parkplatz Achada do Teixeira. Von dort bringt uns ein Taxi schließlich zurück nach Funchal.
Zusätzliche Infos zum PR1 findet ihr am Ende des Reiseberichts.

Streckenlänge: 10 Kilometer
Zeitbedarf: 3,5 bis 4 Stunden bis zum Pico Ruivo + 1 Stunde hinunter zum Parkplatz Acada do Teixeira

 Fotos vom PR1

PR1 - Vereda do Areeiro   PR1 - Vereda do Areeiro

PR1 - Vereda do Areeiro   PR1 - Vereda do Areeiro   PR1 - Vereda do Areeiro
Mehr Fotos vom PR1 Vereda do Areeiro gibt es in der Fotogalerie


 Route der Wanderung auf der Karte:


Am Abend fuhren wir noch in das mir gut bekannte Santa Cruz, wo wir einen kleinen Spaziergang machten und im Restaurant "Bilheteira" unser wohlverdientes Abendessen genossen.
Das Restaurant "Bilheteira" und gleich daneben das "Bom Jesus" kann ich wärmstens empfehlen, haben im letzten Jahr mehrmals hier gegessen und wurden nie enttäuscht.

 Fotos von Santa Cruz

Santa Cruz   Santa Cruz   Santa Cruz
Mehr Fotos von Santa Cruz gibt es in der Fotogalerie

30.05.2026: Der PR9 - Levada do Caldeirão Verde stand ebenfalls auf unserer To-do-Liste. Leider wurde der Wanderweg wenige Wochen vor unserer Reise aufgrund eines Erdrutsches gesperrt, sodass wir ihn schon fast abgeschrieben hatten. 
Durch Zufall entdeckten wir am Vortag, dass der Weg wieder geöffnet wurde und mit etwas Glück haben wir noch Tickets für den nächsten Tag buchen können.

Auch diese Levadawanderung hat uns begeistert – landschaftlich wunderschön und absolut empfehlenswert. Bei dieser Levadawanderung geht es ebenfalls durch Tunnel, daher ist eine Stirnlampe oder Taschenlampe Pflicht.

Streckenlänge: 14 Kilometer
Zeitbedarf: ca. 5 Stunden

 Fotos vom PR9 Levada do Caldeirão Verde

Levada do Caldeirão Verde   Levada do Caldeirão Verde   Levada do Caldeirão Verde   Levada do Caldeirão Verde
Mehr Fotos von der Levada do Caldeirão Verde gibt es in der Fotogalerie

 Route der Wanderung auf der Karte:


31.05.2026: Heute steht leider schon der Rückflug auf dem Programm, da wir aber noch etwas Zeit bis dort hin hatten, besuchten wir noch den Markt in Santo António da Serra und den dortigen sehr schön angelegten Garten. Da wir unser Mietauto in Machico retour geben mussten machten wir auch noch eine Runde durch diesen Ort. Hier findet jeweils am ersten Wochenende im Juni ein Mittelalterfest statt.
Wer zu diesem Zeitpunkt auf Madeira ist sollte dieses Fest auf jeden Fall besuchen. Ich konnte es im letzten Jahr miterleben - meine absolute Empfehlung - siehe Vorjahr!
Vom Autovermieter wurden wir dann zum Flughafen gebracht und konnten von dort planmäßig unseren Rückflug antreten.

 Fotos von Santo António da Serra und Machico

Garten in Santo Antonio da Serra   Garten in Santo Antonio da Serra   Kirche in Machico
Mehr Fotos von Santo António da Serra und Machico gibt es in der Fotogalerie

Wichtige Informationen für Personen welche so wie wir auf eigene Faust Madeira besuchen:

Wanderwege: Auf Madeira gibt es grundsätzlich zwei Arten von Wanderwegen. Die mit PR gekennzeichneten Wanderwege sind kostenpflichtig und erfordern eine vorherige Online-Buchung. Wanderwege ohne PR-Kennzeichnung können kostenlos und ohne Reservierung begangen werden.

Die Tickets für PR-Wanderwege müssen über SIMplifica gebucht werden. Die Website lässt sich oben rechts auf Deutsch umstellen.

Wer mehrere PR-Wanderungen plant, sollte sich auf SIMplifica registrieren. Dadurch können mehrere Wanderungen gleichzeitig gebucht werden. Das System erstellt dabei automatisch ein entsprechendes Tagesticket für mehrere Routen oder – je nach Buchung – ein Ticket, das über mehrere Tage gültig ist.

Auf SIMplifica wählt man zunächst den gewünschten PR-Wanderweg aus und legt anschließend Datum sowie Uhrzeit fest. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass für den gewünschten Termin noch Tickets für „NON RESIDENT“ verfügbar sind. Besonders beliebte Wanderungen, wie beispielsweise der PR1, sind häufig schon Wochen im Voraus ausgebucht.

Wer ohne gültiges Ticket auf einem kostenpflichtigen PR-Wanderweg angetroffen wird, muss mit einer Geldstrafe zwischen 50 € und 250 € rechnen.

Nach Berichten vieler Wanderer wird bei Kontrollen in erster Linie das Datum überprüft. Die gebuchte Uhrzeit scheint in der Praxis meist keine Rolle zu spielen, sodass Wanderer trotz abweichender Uhrzeit häufig passieren durften.

Eine Besonderheit stellt bei der Buchung der PR1 dar, dieser ist mehrmals in der Liste.
Wer den kompletten PR1 gehen möchte muss hier "PR1 | Vereda do Areeiro - Pico Ruivo (sentido único)" auswählen.
Wer nur das Stück vom Pico Pico do Arieiro bis zum Aussichtspunkt Pedra Rija gehen möchte wählt hier "PR1 | Vereda do Areeiro até ao Miradouro da Pedra Rija"
Wer vom Parkplatz Achada do Teixeira auf den Pico Ruivo gehen möchte wählt hier "PR1.2 | Vereda do Pico Ruivo"

Der komplette PR1 ist derzeit nur Freitags, Samstags und Sonnstags geöffnet und nur in eine Richtung als Einbahn zu begehen, man kann daher nicht vom Picu Ruivo retour zum Pico Areeiro gehen und muss sich diese Wanderung bezüglich Transport gut organisieren.
Ab 26.6.2026 sollte der PR1 dann wieder täglich geöffnet sein, das Einbahnsystem bleibt jedoch bestehen. Das Ticketproblem sollte sich mit den zusätzlichen Tagen hoffentlich entschärfen.

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Die einfachste Variante ist wohl sich einen Anbieter für eine organisierte Tour zu suchen, hier muss man jedoch aufpassen, dass das Ticket für den PR1 inbegriffen ist.
  • Man fährt mit dem Mietwagen hinauf zum Pico Areeiro und parkt dort (kostenpflichtig € 4,00 / Stunde) und organisiert sich ein Taxi für die Rückfahrt vom Parkplatz Achada do Teixeira.
  • Manche parken ihr Mietauto am Achada do Teixeira (kostenlos - sofern Platz), fahren mit einem Taxi zum Pico Areeiro und gehen sozusagen zum Auto retour.
  • Wir haben das eigene Mietauto gleich stehen lassen und haben uns ein Taxi zur Unterkunft bestellt, welches uns dann bequem zum Pico Areeiro gebracht hat.
    Für die Rückfahrt nach Funchal haben wir uns ein Taxi bei der Ankunft am Parkplatz Achada do Teixeira bestellt, welches uns nach 15 Minuten Wartezeit abgeholt hat.
    Beide Taxis haben wir über Uber bestellt und uns haben beide Fahrten zusammen € 130.- gekostet, dividiert durch 4, war es für uns wohl die Beste Lösung.
    Welche der Variante die Richtige ist, muss sich jeder für sich überlegen.
    Es gibt auf Madeira auch noch Bolt, funktioniert ähnlich wie Uber, da ich bereits die Uber App installiert hatte, nutzten wir diesen Anbieter.

Alle Wanderwege, die nicht als PR-Wanderwege ausgewiesen sind, können kostenlos begangen werden.
Vor jeder Wanderung empfiehlt es sich jedoch, den aktuellen Zustand der Strecke zu überprüfen. Aufgrund von Erdrutschen, Unwettern oder anderen Ereignissen kann es jederzeit zu Wegsperren kommen.

Eine gute Informationsquelle für aktuelle Sperrungen und Warnhinweise ist: https://walkmeguide.com/de/warnings

Da sich derzeit einige Vorschriften bzgl. der PR Wanderwege laufend ändern, sollten sie bei Ihrer Reiseplanung auf jeden Fall auf online Recherchen zurück greifen.
Ein Reiseführer ist zwar Pflicht für Madeira, aber diese sind meist nicht auf dem ganz aktuellen Stand! 

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