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Weißabgleich in der Fotografie

Unter dem Weißabgleich in der Fotografie versteht man die Anpassung der registrierten Daten des Bildsensors, um die Farbwiedergabe an das vorherrschende Licht zum Zeitpunkt der Aufnahme anzupassen.

Beim Menschen übernimmt diese Funktion unser Gehirn, in der Fotografie müssen wir daher mit verschiedenen Mitteln eingreifen.
Wie die Helligkeit des Lichts variiert, so variiert auch die Zusammensetzung des Lichts abhängig von der Lichtquelle und intensität der Sonneneinstrahlung.

Das für das menschliche Auge sichtbare Licht besteht aus elektromagnetischer Strahlung im Bereich von 400 bis 760 Nanometer.
Je nach Wellenlänge sehen wir verschiedene Farben:

 

< 400nm       = UV unsichtbares Licht
400 – 500 nm = Blau diese sind für das menschliche Auge sichtbar
500 – 600 nm = Grün
600 – 750 nm = Rot
> 760 nm       = IR unsichtbares Licht

 

In der analogen Fotografie waren die Filme für Tageslicht abgestimmt (ca. 5500 Kelvin), wurde mit einem solchen Film in Räumen mit Glühbirnenbeleuchtung ohne Blitz fotografiert, so hatten die Fotos einen Rotstich, war als Lichtquelle eine Neonröhre im Einsatz, so kam es häufig abhängig vom Typ der Neonröhre meist zu einem grünen Farbstich.
Für solche speziellen Lichtsituationen gab es zum einem Konversationsfilter bzw. auch speziell abgestimmtes Filmmaterial (Kodak Ektachrome 160T).

In der digitalen Fotografie übernimmt der "automatische Weißabgleich" auch "AWB" genannt, die korrekte Farbabstimmung. Das funktioniert in den meisten Fällen auch sehr gut, jedoch gibt es Situationen wo das nicht funktioniert.
Das kommt häufig vor, wenn verschiedene Lichtquellen im Einsatz sind, da hilft dann nur ein manueller Weißabgleich.
Dafür haben Digitalkameras bereits Voreinstellungen für typische Farbtemperaturen und Beleuchtungsquellen zur Verfügung (Tageslicht, Bewölkt, Kunstlicht, Blitz, Schatten, Neonröhre).
Gut ausgestattete Kameras besitzen darüber hinaus auch noch eine Feinabstimmung und eine Weißabgleichsreihe. Bei der Weißabgleichsreihe werden mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Weißabgleichskorrekturen gemacht.
Bei schwierigen Situationen empfiehlt sich auch das RAW-Format (Hersteller eigenes Rohdatenformat), hier kann nachträglich am Computer mit entsprechender Software der Weißabgleich nachträglich abgeglichen werden.

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