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Bildstabilisatoren in der Fotografie

Bildstabilisatoren in der Fotografie gibt es seit Mitte der 90er Jahre, die erste Kamera mit eingebautem Bildstabilisator war eine Kompaktkamera von Nikon. Die Nikon Zoom 700VRlink-o-ext wurde 1994 auf den Markt gebracht.
Nur ein Jahr später folgte Canon mit dem ersten Wechselobjektiv für Spiegelreflexkameras, dem 75-300mm Objektiv.

Diese ersten Bildstabilisierungssystem waren am Anfang nur sehr teuren Objektiven bzw. Kameras vorbehalten, erst später wurden diese in günstigeren Kameras und Objektiven integriert.

Warum wird ein Bildstabilisator benötigt?

Ein Bildstabilisator ist dann von Vorteil, wenn mit relativ langen Blichtungszeiten und ohne Stativ fotografiert wird. Jeder von uns Zittert ein wenig, der eine mehr, der andere weniger.
Durch dieses Zittern entstehen bei längeren Belichtungszeiten die sogenannten "Verwackler", das Ergebnis ist ein unscharfes Foto.
Bildstabilisatoren gleichen dieses Zittern bis zu einem bestimmten Grad aus und je nach System des Bildstabilisators bekommt man auch ein ruhiges Sucherbild, welches speziell im Telebereich von großem Vorteil ist.

Arten der Bildstabilisatoren:

Es gibt unterschiedliche Systeme der Bildstabilisierung.

Im Objektiv eingebaut: Wird üblicherweise auch "Lens-Shift" genannt, hier sorgt eine bewegliche Linse für den Ausgleich, diese korrigiert den Lichtstrahl entgegen der Verwacklung.
Ein weitere Vorteil dieses Systems ist, dass auch das Sucherbild bereits stabilisiert ist, weiters kann der Wirkungsgrad an die jeweilige Brennweite des Objektives angepasst werden.

Im Kameragehäuse eingebaut: Wird üblicherweise auch "Sensor-Shift" genannt, hier ist der Sensor beweglich gelagert und kann dadurch die Verwacklung ausgleichen.
Der Vorteil dieses System ist, dass die Objektive günstiger sind, da der Bildstabilisator in der Kamera eingebaut ist, jedoch ist je nach System der Wirkunsgrad etwas geringer.

Bei beiden Varianten analysieren Sensoren das Zittern, dieses wird dann in einem Mikroprozessor berechnet und dieser steuert dann den Ausgleich der beweglichen Linse bzw. den beweglichen Sensor.

Elektronischer Bildstabilisator: Dieser ist meist in ganz günstigen Kameras integriert (Kostenfaktor), dabei kommen je nach Kamera bzw. Hersteller unterschiedliche Systeme zum Einsatz.

  • Sehr häufig wird die Sensorempflindlichkeit nach oben gesetzt, dadurch verkürzt sich wieder die Belichtungszeit. Dies hat aber den Nachteil dass das Bildrauschen durch die höhere Sensorempfindlichkeit stark ansteigt.
  • Eine weitere Variante ist es den Sensor nicht komplett auszulesen, dadurch bleibt sozusagen Luft um das Bild bei Verwacklungen entsprechend zu verschieben. Dies hat aber den Nachteil dass nicht die komplette Auflösung des Sensors verwendet werden kann und der Spielraum zum Ausgleich auch relativ gering ist.
  • Bei manchen Kameras wird eine weitere Variante verwendet, hier werden zwei Aufnahmen gemacht und Kameraintern zu einem Foto ohne Verwackler verrechnet.

Mittlerweile werden speziell bei Kompakt- bzw. Bridgekameras mehrere Methoden gleichzeitig verwendet.

Ein gutes Beispiel wie eine Bildstabilisator mit dem Lens-Shift System funktioniert findet man bei Nikon link-o-ext
Wie ein Bildstabilisator mit Sensor-Shift kann man bei dpreview.comlink-o-ext sehen.

Je nach Hersteller werden die Systeme unterschiedlich benannt, hier eine kurze Auflistung:

  • Vibration Reduction (VR) = Nikon
  • Image Stabilizer (IS) = Canon
  • Optical Image Stabilizer (O.I.S) = Panasonic
  • Optical Stabilizer (OS) = Sigma
  • Vibration Compensation (VC) = Tamron
  • Shake Reduction System (SR) = Pentax

Achtung: Ein Bildstabilisator kann nur das eigene Zittern (Verwackeln) ausgleichen, jedoch nicht eine Bewegung des Motives!

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